Mitten im Hauensteiner Wald bei Seis ragen heute noch die spärlichen Reste der einstigen Burg Salegg in den Himmel, welche wahrscheinlich rund um das 12. Jahrhundert von den Herren von Saleck erbaut wurde. Zusammen mit den Herren von Kastelruth werden diese als Brixner Ministerialien im Jahr 1178 erwähnt. Somit galt die Burg Salegg als Lehensburg und wurde von mehrerer Familien bewohnt. Im Jahr 1473 ging die Burg gänzlich im Besitz der Zwingensteiner über, während im 16. Jahrhundert wieder die Herren von Wolkenstein den Besitzer übernahmen.
Im 17. Jahrhundert wurde die Burg jedoch dem Verfall überlassen.
Über die Geschichte ist leider nur sehr wenig bekannt. Spärliche Mauerreste lassen einen Umbau der Burg im 15. Jahrhundert nachvollziehen. Laut dem Kastelruther Chronikbuch war auch eine Kapelle Teil der Burg. Mit dem Verfall der Struktur sollen angelich die Glocke und der Altar in die Maria-Hilf-Kirche nach Seis gebracht worden sein. Warum die Burg verviel ist gänzlich unbekannt.
Heute befindet sich die Reste der Burg Salegg im Besitz der Diözese Bozen-Brixen. Im Jahr 2001, nach dreimonatigen Sanierungsarbeiten, wurde das Mauerwerk gesichert und die Anlage saniert. Weiters wurde ein Jahr darauf die Ruine vom Unterholz und von Bäumen befreit und somit der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.
Kurioses: eine Sage erzhält, dass einst ein unterirdischer Gang die beiden Schlösser Hauenstein und Salegg, welche eine halbe Stunde Fußmarsch trennt, verbunden hat. Der Gang soll von einer Jungfrau mit langen, goldenen Haar behütet sein, die auf einer Schatztruhe voll Gold und Silber sitzt…